Bauletter, BAULINKS.de-Meldungen, vom 12.05.2020

Stickoxidbelastung wegen Corona-Maßnahmen deutlich gesunken

Die Belastung mit Stickstoffdioxid (NO2) ist in Deutschlands Städten im Zuge der Corona-Maßnahmen deutlich gesunken - so das Ergebnis einer Umfrage des ARD-Politikmagazins Kontraste bei den Umweltbehörden der Bundesländer. Nahezu alle Länder verzeichnen demnach einen deutlichen Rückgang der NO2-Werte aufgrund des reduzierten Straßenverkehrs. Zur Erinnerung: Fahrzeuge mit Dieselmotoren gelten als Hauptquelle des gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxids in Städten.

In Berlin etwa gingen die NO2-Werte an den verkehrsnahen Messstellen während des Corona-Shutdowns im Mittel um 28% gegenüber den Vormonaten zurück. Hamburg meldet eine Abnahme der Messwerte seit Beginn der Corona-Maßnahmen um 23 bis 48%. In Bayern wurden an den Messstationen in Straßennähe im Vergleich zum Vor­jahreszeitraum durchschnittlich 26% weniger NO2-Immissionen registriert, in Baden-Württemberg sind es 24%. Das Hessische Landesamt für Umwelt schätzt den um Wettereinflüsse bereinigten Rückgang der Stickstoffdioxidkonzentrationen auf 30% ein, das Saarland kommt witterungsbereinigt auf 30 bis 60%.

Widersprüche? Missverhältnisse?

Kürzlich hatten allerdings auch Meldungen für Aufsehen gesorgt, wonach die NO2-Werte trotz des reduzierten Verkehrsaufkommens gleich geblieben oder sogar gestie­gen seien. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Steffen Bilger (CDU) hatte in diesem Zusammenhang sogar erklärt: „Das Thema Diesel-Fahr­verbote ist aus meiner Sicht damit endgültig vom Tisch. Warum die Stickoxid-Werte trotz rapidem Verkehrsrückgang nicht sinken, wirft Fragen auf.“ Im Fokus stand dabei vor allem die Messstation am Stuttgarter Neckartor, wo die mittlere NO2-Konzentration im März und April gegenüber den Februarwerten leicht angestiegen war. Auch Bun­des­ver­kehrs­minister Andreas Scheuer (CSU) äußerte sich im Bundestag: „Wenn wir jetzt in der Situation einfach nur noch 15 bis 20 Prozent Verkehre haben an den ver­schie­denen Messstellen, aber die Messergebnisse gleich bleiben oder sogar schlechter sind, dann ist das in einem Missverhältnis.“

Tatsächlich ist der Verkehr am Stuttgarter Neckartor im Zuge der Corona-Maßnahmen nur auf etwa 60% zurückgegangen. Dass die NO2-Werte dennoch leicht anstiegen, liegt laut dem Stuttgarter Stadtklimatologen Rainer Kapp an einem Wetterumschwung. So habe im Februar die regen- und windreiche Witterung für außergewöhnlich niedrige Stickoxidwerte gesorgt. „Ab 16. März hatten wir dann den Beginn einer stabilen Hoch­druck­phase mit wenig Wind und vertikalem Luftaustausch, wo sich auch in normalen Zeiten Schadstoffe im Talkessel von Stuttgart stark anreichern“, so Herr Kapp. Ohne den Corona-bedingten Verkehrsrückgang wären noch deutlich höhere Werte zu erwarten gewesen.

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen) kritisierte vor diesem Hintergrund die Aussagen Andreas Scheuers: „Wenn aus dem Bundesverkehrsministerium mal schnell irgendwas kommentiert wird mit ungenügender Information, dann ist das nicht sehr hilfreich“, so Herr Hermann zu Kontraste. Auch Ute Dauert, Luftqualitätsexpertin im Umweltbundesamt, sagte ange­sichts der jüngsten Daten, das von Scheuer beklagte „Missverhältnis“ gebe es nicht: „Wir finden einhergehend mit der Reduzierung des Straßenverkehrs in den Städten durch die Coronakrise einen Rückgang der NO2-Konzentration. Von daher kann man diese Feststellung einfach so nicht stehen lassen, sie ist schlichtweg falsch.“

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